Der Ziegen-Schutzbrief

Kleinbauern in Afrika können ihr Vieh neuerdings gegen Dürren versichern
Der Marsabit-Distrikt in Kenia ist nicht unbedingt eine Touristengegend. Es gibt zwar um den verloschenen Vulkan gleichen Namens herum einen Nationalpark mit Löwen, Leoparden, Zebras und Elefanten. Aber das Tiefland am Ufer des Turkana-Sees und an der Grenze zu Äthiopien ist eintönig und flach, steinig und karg. Hier leben einige hunderttausend Menschen mit und von ihren Tieren, gut zwei Millionen Ziegen, Schafe, Kühe und Kamele, die Milch geben und nur selten geschlachtet werden. In einer Dürre, wie sie hier etwa alle drei bis vier Jahre eintritt, sind auch die wohlhabenderen unter den Hirten von Armut bedroht, weil die Tiere in der Trockenheit kaum Futter finden. Doch gegen dieses Risiko können sie sich zum ersten Mal versichern.
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